Autonomie und Spektakel I

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Autonomie und Spektakel I

Ein Seminar von Paul Steinmann und Prof. Raphael Sbrzesny
In Kooperation mit E‑WERK Luckenwalde und Kunststrom


Credits

Teilnehmer*innen: Carla Anacker, Tobias Babl (Gast), Mattia Bonafini, Luca Diebold, Annalouise Falk, Nicolas Fehr, Nicola Roanna Garbers, Rahel Jüngling (Gast), Lukas Klose, Simon Krüger, Ruth Meisinger, Lina Nejjar, Rick Schlüsselburg, Karla Schneider (Gast), Abdulghaffar Tammaa, Melissa Wedekind

Gastlehrende und Inputs: Pablo Wendel — Kunststrom, Performance Electrics, Prof. Martin Ostermann — Magmaarchitecture, Anna Kubelik — Künstlerin und Architektin, Prof. Johanna Diehl — Fotografin, Johannes Haase — grafische Partituren, Prof. Alexander Sahoo und Prof. Oliver Niewiadomski, Prof. Kilian Schwoon

Kuppel Luckenwalde: Umschichten

Support Keramiken: Ute Alexandra Fischer, HfK Bremen

Video Edit: Paul Steinmann

Sound Snippets: Paul Steinmann

Drone Footage: Studierende und Prof. Vincenz Warna der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Fotos: Lukas Klose, JL Diehl, Paul Steinmann, Raphael Sbrzesny

Wintersemester 2020 und Sommersemester 2021 Hochschule für Künste Bremen

Autonomie und Spektakel I

In diesem interdisziplinären Seminar — bestehend aus Workshops im Wintersemester 2020 / 21 sowie Vorträgen, Seminaren und einer experimentellen Summerschool (Projektwoche) im Sommersemester 2021 — wollen wir uns in einem fachuübergreifenden, experimentellen Lehrsetting mit Fragen über Nachhaltigkeit, Autonomie und performativen Interventionen beschäftigen. Externer Kooperationspartner ist das E‑WERK Luckenwalde, das 1913 südlich von Berlin erbaut wurde und sich derzeit als Hybridplattform zwischen Kunst, Energieerzeugung und Performance etabliert hat bzw.: neu belebt wird. Auf einzigartige und neue Weise werden dort Fragen verhandelt, wie Kreativen und Künstler*innen eine autonome Existenz zwischen Markt, Nachhaltigkeit und subversiver künstlerischer Praxis gelingen kann.

In einer kritischen Aktualisierung der Ideen des ‚Blackmountain College‘ sollen die Schnittstellen zwischen Musik, Architektur, Freier Kunst und Performance diskutiert werden. Fragen nach zukünftigen Formen des Zusammenlebens und Bauens beleuchten dabei z. B. inwiefern Kunst und Design als nachhaltige Ressourcen für das Soziale verstanden werden können oder wie durch die ‚Inbetriebnahme‘ der Künste für politische und soziale Zwecke auch die Freiheit und Autonomie aufs Spiel gesetzt werden.

Herzstück des Projektes soll ein selbst klingender Lehrpavillion sein, der Unterrichtseinheiten, kleinere Konzerte und Performances beherbergt. Ein haushoher Hybrid aus begehbarer Cajon (klingende Holzkiste), eine mit (Trommel-) Fellen bespannte Kuppel, die bespielt und zum Klingen gebracht werden kann, eine klingende Architektur, Gehäuse oder Membran: Euren Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Individuell und in Gruppen könnten kleine Skulpturen entstehen, die temporäres Habitat sind und gleichzeitig durch ihre Benutzung als Klangerzeuger zu Musikinstrument werden. In Bezug auf textile Baumaterialein wollen wir uns mit Stoffen beschäftigen, die zeltähnlich, selbst wie Solarpanels funktionieren. Wie schläft es sich in einem Zelt in dem eine Komposition für 4 kleine Lautsprecher erklingt, wenn die Zeltoberfläche selbst den Strom für die Lautsprecherkomposition liefert? Wie klingen die Häuser der Zukunft? Habitat und Behausung, Gemeinschaft und Autonomie. Zusammendenken was wir uns erträumen.

In einer ersten Workshop-Phase (19.10. – 13.11.2020) recherchieren wir, entwickeln Konzepte und individuelle Projekte, bauen Modelle, sammeln Methoden, Materialien und Klänge und arbeiten an einem offenen Glossar. Geplant ist zudem eine eintägige Exkursion zum E‑WERK Luckenwalde.

Vgl.: Aus dem Lehrveranstaltungs­verzeichnis